GEOS Professionel #4 >>Tools<< - Anleitungen
GEOS Professionel #4 >>Tools - Anleitungen<<
Werte GEOS-Anwenderin, werter GEOS-Anwender,
vielen Dank für Ihre Bestellung dieser 4. Diskette in unserer Software Reihe GEOS Professionel. Auch hier sind einige gute Programme und Utilities für GEOS enthalten.
Im folgenden finden Sie neben einer ausführlichen Anleitung zum installieren der Programme Erklärungen zum arbeiten damit. Am einfachsten ist es, diese einmal komplett auszudrucken. (24 Seiten insgesamt)
Die einzelnen Kapitel gliedern sich wie folgt:
Installieren - Seite 2
File Master - Seite 3
Cursor Manager - Seite 9
geoDir - Seite 11
Wechsel - Seite 17
Maustreiber - Seite 20
Nachsatz - Seite 22
weitere Produkte - Seite 23
Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit den neuen Programmen.
Sollten Sie irgendwelche Anmerkungen dazu haben, wenden Sie sich an unseren Beauftragten Thomas Haberland vom GEOS-USER-CLUB.
Auch Ideen für neue Programme nehmen wir gerne an, sind wir doch bemüht, weitere gute GEOS-Tools herauszubringen. Sollten Sie einen Programmfehler finden, was wir natürlich nicht hoffen, wenden Sie sich bitte ebenfalls an Thomas Haberland.
Haben Sie selbst ein gutes GEOS-Programm geschrieben und möchten es vermarkten ? Wenden Sie sich an Thomas Haberland, er berät Sie unverbindlich und objektiv und hilft gerne weiter.
Sollten Sie eine Rckantwort erwarten, möchten wir Sie bitten, ein ausreichendes Rückporto Ihren Briefen beizulegen; unsere sehr knapp kalkulierten Preise lassen keinen großen Spielraum für diese zusätzlichen Ausgabe, wir bieten dafür lieber unser Software zu einem erschwinglichen, fairen Preis an.
Thomas Haberland
-GEOS Professionel-
Postfach 667
5100 Aachen
The World of Books Ltd., Worms, im April 1991
1. Installieren der Diskette
Im Gegensatz zu unseren ersten 3 GEOS-Paketen müssen einige Programme auf dieser Diskette installiert werden. Dies geht nur auf der ausgelieferten Original-Diskette, jedoch nicht auf einer Kopie! Ohne Installation sind diese Programme nicht startbar.
Haben Sie keine Bedenken vor diesem Installieren. Wir haben diesen Vorgang intensiv getestet und dabei niemals Probleme gehabt; es ist nicht vergleichbar mit dem extrem aufwendigen installieren der Boot-Disketten von GEOS 2.0. Im Prinzip kann hier nichts schief gehen.
Booten Sie GEOS ganz normal wie immer. Konfigurieren Sie, falls Sie nicht normalerweise damit arbeiten, eine Floppy 1541; überlichweise als Laufwerk A, dies ist aber keine Voraussetzung.
Legen Sie nun die ausgelieferte Diskette "Disk Tools #4" ein und öffnen sie (mit dem Mauszeiger auf dem entsprechenden Laufwerkssymbol klicken).
Nun starten Sie in beliebiger Reihenfolge die im folgenden aufgezählten 4 Programme mit dem üblichen schnellen Doppelklick:
- File Master
- geoDir
- InstallgD
- Cursor.mgr
Jedes File sollten Sie hier nur einmal starten. Es erscheint jedesmal eine Dialogbox mit der Meldung "Programm installiert. Bitte Button drücken zur Rückkehr zum Desktop".
Mit drücken der Maustaste bzw. des Feuerknopfes am Joystick kehrt man zum Desktop zurück.
Hat man alle 4 Files installiert, können alle Files auf der Diskette auf eine Arbeits-Diskette (Sicherheitskopie) kopiert werden. Alles weitere sollte nun nur noch mit der Sicherheitskopie bzw. Arbeits-Diskette geschehen. Die installierte Original-Diskette sollte weggelegt und an einem sicheren Ort aufbewahrt werden - wie allgemein bei Original-Disketten üblich.
Bevor Sie nun mit den einzelnen Programmen arbeiten, sollten Sie sich die folgenden Anleitungen gut durchlesen und diese eventuell ausdrucken.
Falls das installieren nicht fehlerfrei geklappt hat, dabei irgendein Fehler angezeigt wurde oder es einfach nicht installierbar war, schicken Sie die Original-Diskette mit einem entsprechenden Begleitbrief zurück an den Verlag The World of Books Ltd., Worms. Sie erhalten umgehend eine Austausch-Diskette.
-th-
2. File Master (Autor: Jens-Michael Groß)
2.1 Programmstart
File Master ist ein umfangreiches Programm zum bearbeiten von Icons sowie editieren eines Teils des Info-Blocks.
Das Programm läuft unter GEOS 128 lediglich im 40-Zeichenmodus, aufgrund des Icon-Editors wäre eine Anpassung an den 80-Zeichenmodus zu aufwendig gewesen.
Nach dem Start erscheint eine Auswahlbox, in der das zu bearbeitende File samt Icon ausgewählt werden kann. Mit dem anklicken auf "Next" kann man alle Files im Desktop durchgehen. Jedoch werden die Dateien auf dem Rand nicht zur Bearbeitung angezeigt; der Rand ist der Teil des Bildschirms unter dem Desktop selbst zwischen den Symbolen Drucker und Papierkorb.
Will man ein neues Icon entwerfen bzw. den File Master ohne auswählen eines Files starten, kann man das bei Programmstart in der Dialogbox angezeigte imaginäre "Workfile" öffnen.
Mit anklicken von "öffnen" wird das in der Dialogbox angezeigte File zum bearbeiten mit dem Programm ausgewählt. Das dazugehörende Icon wird in den dafür vorgesehenen Bereich geladen. Der Info-Block wird ausgelesen und im großen Fenster rechts am Bildschirm angezeigt.
2.2 Icon Editor
Die linke Seite des angezeigten Bildschirms ist für den Icon Editor vorgesehen.
Das Icon wird einmal in Original-Größe angezeigt. In dieser großen Darstellung ist es für die Bearbeitung mit dem Editor vorgesehen.
Innerhalb dieses großen Bereiches kann das Icon mit Hilfe des Mauszeigers editiert werden. Durch klicken wird der Punkt, an dem sich der Zeiger befindet, umgekehrt. Das heißt, ist der Punkt gesetzt, wird er gelöscht, ist er nicht gesetzt, wird er mit dem klicken gesetzt.
Die beiden Rechtecke unter und rechts neben dem Editor-Bereich enthalten bestimmte Werkzeuge für den Editor.
unten:
Mit den beiden Pfeilen >links< und >rechts< kann das komplette Icon jeweils durch 1maliges klicken um je einen Punkt in die entsprechende Richtung verschoben werden.
Der Bereich, der dabei aus dem Editor-Bereich verschwindet, wird auf der anderen Seite angehängt. Man kann sich das etwa so vorstellen, daß das Icon auf einer Rolle liegt, die gedreht wird. Das was auf der einen Seite vermeindlich verschwindet, taucht dann auf der anderen Seite wieder auf.
In der Mitte ist ein Werkzeug zum lschen des Icon-Bereiches. Mit anklicken der überkreuzten Linien wird das angezeigte Icon gelöscht. Seien Sie also vorsichtig mit bei der Benutzung dieses Werkzeuges.
Mit anklicken von RESTORE im Menü "File" kann jedoch der zuletzt gespeicherte Zustand bzw. das auf Disk gespeicherte zu dem geöffneten File gehörende Icon zurückgelesen werden!
rechts:
Für die Pfeile >hoch< und >runter< gilt das für die Links-/Rechts-Pfeile gesagte, nur in horizontaler Richtung.
Zwischen den Pfeilen befindet sich das Werkzeug "umkehren". Mit anklicken dieses wird das komplette Icon als Negativ dargestellt. Das bedeutet, dort wo Punkte gesetzt waren, sind nun keine mehr gesetzt und umgekehrt. Mit nochmaligem anklicken wird das Icon wieder 'normal' angezeigt.
2.3 Icons weiterbearbeiten
Mit Hilfe der beiden Symbole "Hand mit Pfeil" links neben dem Editier-Bereich können die Icons umkopiert werden.
Das untere Symbol mit dem Pfeil unter der "Hand" kopiert das angezeigte Icon in eines der am unteren Bildschirmrand angezeigten Icon-Zwischenspeicher. Nach dem anklicken des Symbols wird der Mauszeiger in dieser Leiste unten positioniert. Sobald man auf eines der Icon-Fenster klickt, wird das oben angezeigte in dieses Fenster hineinkopiert.
Ein bereits im Fenster angezeigtes Icon wird dabei überschrieben.
Das obere Handsymbol mit dem Pfeil über der "Hand" funktioniert anders herum. Das heißt, ein Icon kann aus dem Icon-Zwischenspeicher in das Editier-Fenster kopiert werden. Nach anklicken des Symbols steht der Mauszeiger ebenfalls im unteren Bereich, mit anklicken eines der Icons wird das entsprechende nach oben kopiert.
Ein im Editor-Bereich angezeigtes Icon wird dabei überschrieben.
2.4 Icon - Zwischenablage
In dieser Zwischenablage sind insgesamt 18 Icon-Fenster vorhanden. Bei Programmstart sind alle leer, sichtbar an dem Eintrag "empty".
Auf der ausgelieferten Diskette befindet sich nun eine Datei "Icon File". Dies enthält insgesamt 17 verschiedene Icons, einige bekannt von GEOS-Programmen, und auch neue. Geladen und angezeigt werden können diese Icons über den Menpunkt "load" im Menü "Icons". Die in diesem File enthaltenen Icons werden dann im Zwischenspeicher angezeigt:
Hat man nun ein eigenes Icon erstellt oder möchte sich Sammlungen von Icons anlegen, kann man den kompletten Bereich "Icon Zwischenablage" sowie das im Editier-Bereich angezeigte Icon in einem File auf Diskette speichern: Menü "Icon", Untermenü "save".
Nach anklicken von "save" erscheint eine Dialogbox, in der nach dem Namen des zu speichernden Files gefragt wird. Hat man bereits ein File geladen oder gespeichert, wird der letzte verwendete Filename in dieser Box vorgegeben! Wird diese Vorgabe nicht verändert, wird das bereits bestehende Datenfile überschrieben, also das alte File damit gelöscht, sobald RETURN gedrückt wird. Man sollte hier besser den Filenamen ändern oder durch hinzufügen von z. B. einer Zahl o. ä. ergänzen.
Die hiermit erzeugten Datenfiles sind nur vom File Master verwendbar. Die Informationen werden als Dateiart "reine Daten" gespeichert und können von bislang keinem anderen Programm gelesen werden.
2.5 Photo Scrap
Ein Icon kann weiterhin als Photo Scrap gespeichert werden. Mit anklicken von "copy" im Menü "Icon" wird das im Editier-Bereich angezeigte Icon als Photo Scrap auf dem aktuellen Laufwerk gespeichert. Der Photo Scrap kann dann in anderen GEOS-Programmen wie üblich eingeklebt und eventuell weiterverwendet werden.
2.6 Icons 'klauen'
Mit "get" kann das Icon eines anderen File im aktuellen Laufwerk, von dem aus File Master gestartet wurde, in den Editier-Bereich eingelesen werden.
Hat man z. B. ein eigenes Programm geschrieben und möchte dieses Programm mit einem modifizierten Icon eines bestehenden Files versehen, öffnet man das eigene Programm beim Start des File Masters als Workfile. Danach holt man mit "get" aus dem Menü "Icon" das bestehende Icon eines anderes Files auf der gleichen Diskette, um es anschließend entsprechend zu modifizieren und dann als Icon des eigenen Programms abzuspeichern.
2.7 Der Info-Block
Wie bereits erwähnt wird der Info-Block des geöffneten Workfiles (außer dem imaginären leeren) rechts im eigenen Info-Bereich angezeigt:
Bis auf den Info-Text werden alle bekannten Daten hier dargestellt. Zusätzlich dazu wird noch das sonst unsichtbare 40-/80-Zeichen-Flag angezeigt.
Dieses 'Flag' ist ein bestimmtes Byte im Info-Block. Je nach dem darin enthaltenen Wert weiß das System GEOS, ob dieses File
a) nur im 40-Zeichenmodus,
b) nur im 80-Zeichenmodus,
c) oder im 40- und 80-Zeichenmodus
ablaufen kann! Interessant ist dieses Flag jedoch nur für die Anwender von GEOS 128! Denn unter GEOS 64 kann kein Programm, das nur im 80-Zeichenmodus läuft, nach setzen des 40-Zeichenflgas in diesem Modus laufen.
Ebenso wie alle anderen Informationen im Info-Sektor, außer dem Eintrag hinter "Autor", kann auch dieses Flag verändert werden!
Jedoch sollte man vorsichtig sein, denn nicht immer klappt das einwandfrei, es kann durchaus zu einem fürchterlichen Systemabsturz kommen.
Es gibt aber viele Programme, die aufgrund des entsprechend gesetzen Flags nur im 40-Zeichenmodus ablaufen, nach Änderung dieses Flags mit setzen des 80-Zeichen-Bits auch im 80-Zeichenmodus unter GEOS 128 laufen!
Das Problem hierbei sind die Mängel in der Darstellung. Da bei 80-Zeichen eine breitere Bildschirmanzeige erfolgt, müssen alle Menüs, Dialogboxen und Windows in einem Programm eigene Informationen für die Darstellung in diesem Modus haben. Diese beim programmieren zu erarbeiten, ist recht aufwendig, nicht jeder kann und will dies extra einbauen. Auerdem ist dies je nach Programmart, z. B. bei der Darstellung von Graphiken wie z. B. im File Master die Icons mit Icon-Editor, noch aufwendiger, da ganz andere, komplizierte Routinen für die breitere Darstellung implementiert werden müssen.
Enthält das Programm nur normale Menüs und Dialogboxen, läuft es oft auch im 80-Zeichenmodus, nachdem das entsprechende Flag mit File Master gesetzt wurde. Jedoch sind dann die Mens etwas zu kurz geraten, der rechte Teil fehlt meist. In Dialogboxen sind dann oft die enthaltenen Icons (OK - Abbruch - Ja - Nein ... ) außerhalb der Box positioniert, können aber in den meisten Fllen angeklickt werden und funktionieren auch entsprechend.
Sollte es nach einer Änderung des Flags im nicht vorgesehenen 80-Zeichenmodus zu Problemen kommen, sollte man die Änderung wieder rückgngig machen und das Programm nicht in diesem Modus verwenden.
Und da man Änderungen nie an einer Original-Datei sondern immer nur an einer Kopie vornehmen sollte, kann es nie zu Problemen kommen, falls einmal etwas schief gehen sollte ...
Ausdrücklich nochmals der Hinweis, daß es bei verändern dieses Flags unter Umständen zu Fehlern und Systemabstürzen kommen kann! Vor allem hier sollte man mit Vorsicht arbeiten, immer Sicherheitskopien erstellter Dokumente in der RAM auf einer echten Diskette machen und damit rechnen, da GEOS nach einem Absturz eventuell nicht mehr reaktivierbar ist und somit komplett neu gebootet werden muß!
Wie gesagt, da kann eintreten - muß aber nicht. Mit etwas vorsichtigem Ausprobieren dieses Flags kann man durchaus ohne Probleme arbeiten, man sollte nur vorher wissen, was man tut und für alle Fälle gewappnet sein.
Die restlichen Daten im angezeigten Info-Bereich können alle bis auf den eventuell vorhandenen Autoreneintrag editiert werden.
Jedoch ist auch hier Vorsicht angesagt! Ändert man z. B. bei einer Applikation die Adressen vom Speicheranfang, kann u. U. diese nicht mehr geladen werden!
Bei einem Hilfsmittel sollte man auf gar keinen Fall sowohl die Anfangs- als auch ganz besonders nicht die Endadresse ändern!
Ebenfalls die "Klasse" eines Files sollte nur mit Vorsicht verändert werden. Anhand dieses Eintrags werden die Files von GEOS in den Auswahlboxen der dazugehörenden Applikationen angezeigt! Weiterhin erkennt z. B. GeoWrite anhand der hier eingetragenen "Klasse" die Version des Dokuments. Mit dem alten GeoWrite wurden Dokumente der Klasse V1.1 oder V1.3 erzeugt, mit GEOS 64 V2.0 Dokumente der Klasse V2.0 und mit GEOS 128 V2.0 (den jeweils darin enthaltenen Versionen von GeoWrite) die Klasse V2.1 ! Durch diesen Eintrag kann GeoWrite 128 erkennen, daß das Dokument mit einer anderen, kleineren Version von GeoWrite erstellt wurde, gibt die entsprechende Meldung aus und fragt darin direkt nach, ob das Dokument nach V2.1 konvertiert werden soll.
Anhand des Eintrages "Appl.Klasse" weiß GEOS, welche Applikation beim Doppelklick (starten) dieses Dokuments geladen werden muß, also zu welcher Applikation dieses Dokument gehört.
Die Dateiart ("GEOS Filetyp") ist ein GEOS-spezifischer Wert und zeigt dem System an, wie es mit diesem File umgehen kann, darf und u. U. soll. So sind z. B. "Application Data" (= Dokumente) vom Desktop aus startbar, "Desk Accessory" (Hilfsmittel) werden in jeder Applikation im Menü "geos" oben links angezeigt, "AutoExec" (selbstausführende) Dateien werden automatisch nach dem booten gestartet, usw. Das Zuweisen einer anderen Applikations-Klasse kann also ganz gravierende, ja verherrende Folgen haben.
Klickt man in dieser Zeile "GEOS Filetyp", wird der Texteintrag gelöscht und es erscheint statt dessen der dazugehörige Wert. Eingeben kann man hier auch nur die Werte 0 bis 14, Texteingaben sind nicht möglich. Der Wert muß der gewünschten Klasse entsprechen.
Einzig ohne Probleme sind Datum und Zeit veränderbar. Ist kein Autoreneintrag vorhanden, kann einer eingetragen werden, ansonsten ist die Editierung dieses Feldes gesperrt.
Bei den o. g. Warnungen beim editieren des Info-Sektors wird sich mancher fragen, warum wir diese Funktionen berhaupt implementiert haben. Nun, wir meinen einfach, daß ein gutes Programm auch über diese Funktion verfügen sollte. Unter Umständen kann man diese doch recht gut gebrauchen, vor allem die Programmierer werden sich über dieses einfach zu bedienende Hilfsmittel freuen; ermöglicht es doch die individuelle Anpassung des Info-Blocks.
Um einen Eintrag zu editieren, geht man mit dem Mauszeiger auf diesen und klickt einmal. Am Zeilenende bzw. bei leerem Feld am Anfang erscheint dann ein Cursor. Nun kann man den jeweiligen Eintrag löschen und etwas neues eintragen. Am Ende sollte man nicht vergessen, die RETURN-Taste zu betätigen, denn erst damit werden die Änderungen bernommen.
Das Editieren des Info-Bereiches wird erst abgeschlossen, wenn der Mauszeiger aus dem Editier-Bereich herausgezogen wird! Dann wird das zuvor angeklickte und immer noch sichtbare File-Menü abgebaut und man befindet sich wieder im normalen Arbeits-Modus des File Masters.
2.8 Die Mens in der Übersicht
Hier abschließend eine Übersicht der 3 Kopf- und der jeweiligen Untermenüs:
geos
-> Programm Info (Hinweis auf den Autor)
-> soweit vorhanden Anzeige der Hilfsmittel
File
-> close (geladenes Workfile schließen & neues auswählen)
-> restore (letzten gespeicherten Zustand zurckholen)
-> info (Info-Block editieren)
-> update (aktuellen Zustand speichern)
-> disk (Wechsel der Diskette im aktuellen Laufwerk)
-> drive (Wechsel des Laufwerks: A - B - C - A ...)
-> quit (File Master beenden, speichern und Rückkehr zum Desktop)
Icon
-> load (gespeichertes Icon-Datenfile auswählen & laden)
-> save (alle Icons als Datenfile abspeichern)
-> get (Icon eines anderes, bestehenden Files einlesen)
-> copy (Icon im Editier-Bereich als PhotoScrap speichern)
Hinzufügen möchte ich noch folgendes:
a) Wird File Master über "close" oder "quit" verlassen bzw. die aktuelle Bearbeitung beendet, werden die durchgeführten Änderungen im jeweiligen geladenen Workfile automatisch gespeichert! Sollte man also an wichtigen Dateien etwas verändert haben, empfiehlt sich die Wiederherstellung der Daten mit "restore"! Ein "update" sollte man hierbei jedoch besser nicht durchführen.
b) Beim Wechsel des Laufwerkes mit "drive" wird immer auf das logisch nächste konfigurierte Laufwerk umgeschaltet. Haben Sie 3 Laufwerke konfiguriert und arbeiten auf Laufwerk B, wird beim ersten anklicken von "drive" die Diskette in Laufwerk C eingelesen! Bei nochmaligem anklicken dieses Menüs wird auf Laufwerk A, danach wieder auf B geschaltet. Die Reihenfolge geht also immer: A -> B -> C -> A -> B ... usw.
Hat man nur 2 Laufwerke konfiguriert, geht es entsprechend mit 2, bei nur einem bringt es außer dem Neueinlesen der Diskette nichts.
c) In den einzelnen Auswahlboxen wird kein Disk- oder Laufwerkswechsel angeboten. Startet man nun den File Master z. B. in der RAM und möchte ein File auf einem anderen Laufwerk editieren, kann man das als erstes angezeigte imaginäre Workfile öffnen und dann durch anklicken von "drive" das Laufwerk wechseln. Nach einlesen des Directorys wird dann wieder die File-Auswahlbox angezeigt.
d) Wird das imaginäre Workfile geöffnet, werden alle folgenden Operationen lediglich im Speicher jedoch an keinem echten File durchgeführt.
Dies sollte für den Einstieg in den File Master reichen. Einsetzen kann man dieses Programm vielfältig. Wenn man - zumindest anfangs - immer mit Sicherheitskopien der Files arbeitet, also nie mit einer Original-Datei, von der keine weitere Kopie existiert, kann im Grunde nichts schief gehen. Und sollte trotz allem etwas nicht einwandfrei klappen, hat man dann ja immer die Kopie (Duplikat) dieses Files zum weiterarbeiten.
3. Der Cursor Manager (Autor: Jens-Michael Groß)
Dieses selbststartende Utility erlaubt, den Cursor nach seinen individuellen Wünschen zu verändern. Die Einstellungen werden einmal durchgeführt und dann im File gespeichert. Kopiert man nun dieses File "Cursor.mgr" auf die Boot-Diskette, wird es von GEOS nach jedem booten automatisch geladen und ausgeführt, d. h. die geänderten Einstellungen des Cursors werden durchgeführt und sind global immer aktiv.
Die Position des Files "Cursor.mgr" auf der Boot-Diskette ist egal, es sollte lediglich hinter dem File KONFIGURIEREN stehen, da dieses als erstes gestartet werden sollte.
3.1 Start
Mit dem üblichen Doppelklick kann der Cursor Manager vom Desktop aus gestartet werden.
GEOS 128 Anwender können dieses File zwar auch im 80-Zeichenmodus starten, hier sind aber die Menüs etwas zu klein geraten, wie im vorigen Kapitel zum Thema 40-/80-Zeichenflag kurz erläutert wurde. Man kann jedoch im 80-Zeichenmodus alle Werte verändern, einstellen und speichern. Lediglich das Menü zum verlassen des Programms ist nur zu einem winzigen Teil sichtbar, so daß man nur mit genauem positionieren des Mauszeigers das Programm beenden kann.
Da diese Einstellungen im Grunde nur einmal genacht werden müssen, wurden die recht aufwendigen Berechnungen für die Darstellung der Mens im 80-Zeichenmodus nicht implementiert.
Im 40-Zeichenmodus funktioniert alles einwandfrei.
3.2 Verändern des Cursors
Im unteren Bereich des Bildschirms werden 3 verschiedene Einstellungen angezeigt. Jeweils 1 Pfeil befindet sich darüber und darunter.
Durch anklicken des Pfeils nach oben wird der angezeigte Zahlenwert (in hexadezimaler Darstellung) verringert, mit dem Pfeil nach unten wird er vergrößert.
Der maximale Bereich beträgt dabei minimal $01 und maximal $3F (dezimal 63). Größere oder kleinere Werte sind nicht vorgesehen und können nicht eingestellt werden; u. U. würden auch andere Werte zu Störungen im System GEOS führen.
3.2.1 Blinkspeed
Hiermit wird die Blinkgeschwindigkeit des Cursors eingestellt. Je kleiner der Zahlenwert ist, desto kürzer ist das Blinken. Je größer der Wert wird, desto größer werden die Zeitabstände zwischen jedem blinken.
3.2.2 Verzögerung
Hiermit ist die Zeitspanne gemeint, ab wann ein Tastendruck als Wiederholung aufgefaßt wird. Je kürzer der Wert ist, desto schneller wird 1 Tastendruck zum "Repeat", also zur Wiederholung der Anzeige / Eingabe der gedrückten Taste. Je größer der Wert ist, desto länger muß eine Taste gedrückt gehalten werden, damit sie wiederholt wird.
3.2.3 Frequenz
Hiermit wird die Wiederholungsgeschwindigkeit bei der Tastaturwiederholung eingestellt. Je kleiner der Wert, desto schneller erfolgt die Wiederholung. Je größer der Wert, desto langsamer ist sie.
3.3 Die Verwendung des Cursor Managers
Mit dem Cursor selbst hat ja eigentlich nur der erste Parameter etwas zu tun. Dennoch gehören alle 3 irgendwie zusammen und sind bei richtiger Einstellung korrekt aufeinander abgestimmt.
Wie man nun die einzelnen Werte einstellt, ist jedem Anwender selbst überlassen. Es hängt nicht zuletzt vom Anwender selbst ab, was sinnvoll ist und was nicht. Schreibt man z. B. in GeoWrite recht zügig, dürfte sich ein schnelles Blinken, eine kurze Verzögerung und hohe Frequenz empfehlen. Schreibt man etwas langsamer, würde diese Einstellung vermutlich eher zu unerwünschten Eingaben führen, wenn eine Taste etwas zu lange gedrückt wird und dann direkt Dutzende Male dieser Buchstabe erscheint.
Die jeweils geänderten Werte kann man sofort in der unten angezeigten Test-Zeile sehen und ausprobieren. Geben Sie hier Text ein und versuchen die für Sie geeignetere Einstellung herauszufinden.
3.4 Speichern der Einstellungen
Haben Sie die passenden Einstellungen gefunden, können Sie diese mit anklicken des Menüs "save" in der Menüzeile speichern.
Die entsprechenden Informationen werden intern im File Cursor Manager selbst gesichert.
Haben Sie Änderungen der Werte durchgeführt und wollen die ursprünglichen wieder haben, können diese durch anklicken von "load" zurückgeladen werden. So muß man sich auch nicht bei jedem experimentieren die letzte gefundene Einstellung merken; einfach speichern und gegebenenfalls zurückholen.
3.5 Sonstiges
Hat man die passenden Einstellungen gefunden, kann das Programm über anklicken von "quit" in der Menüzeile verlassen werden.
Mit anklicken von dem Menü "Info" erscheint eine Information über den Autor.
Nun kann, ja sollte die Datei Cursor Manager auf die Boot-Diskette kopiert werden. An welcher Stelle die Datei dort gespeichert wird, ist egal; nur nicht vor dem File KONFIGURIEREN.
Es sollte nur nicht der Rand sein, da selbststartende Dateien, die auf dem Rand liegen, vom System nicht berücksichtigt und folglich nach dem booten nicht gestartet werden.
Befindet sich dieses File auf der Boot-Diskette, werden bei jedem weiteren booten von GEOS die darin enthaltenen Einstellungen aktiviert.
Wohlgemerkt, es werden lediglich die Einstellungen aus dem Programm bernommen. Der Programmbildschirm zum einstellen bzw. verändern der Werte wird beim booten nicht aktiviert! Um diesen zu erhalten, muß der Cursor Manager vom Desktop aus gestartet werden.
Die Form des Cursors selbst könnte theoretisch auch verändert werden, es kann aber unter Umständen zu Problemen kommen; das System GEOS verkraftet eine andere Form des Cursors nicht in jedem Fall.
Um hier jegliche Probleme auszuschließen, wurde deswegen kein Sprite-Editor (nichts anderes ist der Cursor) implementiert. Mit einem schnelleren Blinken dürfte aber auch schon vielen geholfen werden.
4. geoDir (Autor: Jens-Michael Groß)
Bitte beachten Sie den folgenden Punkt, dieser ist für ein einwandfreies funktionieren des Programms geoDir unbedingt erforderlich!
4.1 Grundsätzliches zu geoDir
Zustäzlich zu dem in Kapitel 1 beschriebenen allgemeinen Installieren der Programme muß unabhängig davon das Programm geoDir nochmals installiert werden!
Warum, werde sicherlich einige fragen? Deshalb direkt einige Erläuterungen dazu, die auch zum allgemeinen Verständnis für die Arbeit mit dem Programm selbst und für dessen Ablauf von Bedeutung sind:
geoDir wurde mit dem Programmiertool GeoBasic geschrieben.
Über die erheblichen Mängel von GeoBasic und die damit verbundenen Probleme wurde bereits ausführlich im speziellen GeoBasic-Workshop im 64'er Sonderheft Nr. 59 von Markt&Technik berichtet; nur ansatzweise in einer Ausgabe der GEOS-USER-POST.
Neben vielen anderen großen Mängeln bereiten vor allem die in GeoBasic enthaltenen Diskettenroutinen erhebliche Probleme. Diese sind äußerst mangelhaft, was übrigens nicht nur die eigenen Diskettenbefehle sondern insgesamt alle Disk-Zugriffe auch von GeoBasic selbst betrifft! Kurz gesagt können die Disk-Befehle von GeoBasic noch nicht einmal zum lesen eines Directorys verwendet werden!
Als Lösung für dieses Problem wurde im o. g. Workshop eine kleine Assemblerroutine vorgestellt. Damit können blockweise Daten von Diskette ausgelesen werden.
Dieses Programm "geodirass" muß mit dem zusätzlichen Installieren von geoDir erzeugt werden; bitte verwenden Sie auf keinen Fall das im Workshop enthaltene gleichnamige File, da es inzwischen geringfügig verändert wurde. Dieses File muß hier mit Hilfe von "InstallgD" erzeugt werden!
Weiterhin möchte ich ausdrücklich darauf aufmerksam machen, daß geoDir als mit GeoBasic geschriebenes Programm nicht 100% einwandfrei läuft! Die Mängel in dem Programmiertool führen zwangslufig zu Mängeln in den damit geschriebenen Programmen! Soweit wie es möglich ist, wurden einige Dinge in geoDir behoben bzw. versucht zu umgehen, aber dennoch klappt es nicht ganz einwandfrei.
Folgende Mängel von geoDir sind derzeit bekannt:
a) geoDir läßt sich manchmal (!) nicht auf einer 1581 starten, Floppy oder RAM. Dennoch kann es, aufgerufen von einem Laufwerk 1541 oder 1571, sehr wohl das Directory einer 1581 einlesen und drucken!
Die Ursache hierfür drüfte im Problem von GeoBasic beim nachladen des Assembler-Files "geodirass" liegen, die andere Diskettenstruktur einer 1581 mag GeoBasic wohl nicht. Merkwürdig ist, daß geoDir ab und zu beim Start auf einer 1581 einen Fehler anzeigte und nicht gestartet werden konnte (Error 02: opening file). Meist klappte es jedoch, aber eben nicht immer. Da wir das alles nicht genau nachvollziehen können, GeoBasic ist nur schwer zu entschlüsseln, weisen wir hier ausdrücklich darauf hin.
b) Die Arbeitsgeschwindigkeit von geoDir ist ingesamt erschreckend langsam.. Selbst in einer RAM-Disk wird es nur unwesentlich schneller! Das liegt am zwangsläufig erforderlichen Basic-Interpreter, der ja bei jedem Basic-PRG amgehängt und jedesmal mitgeladen werden muß ("make Application"). Und der Basic-Interpreter von GeoBasic ist ein extrem langsamer.
c) Unter Umständen kann es durch einen zu langen Druckertreiber zu Problemen kommen. Entgegen den üblichen GEOS Regeln stellt GeoBasic für Druckertreiber etwas weniger Speicherplatz zur Verfügung. Je nach Treiber kann dieser in geoDir reservierte Bereich für Treiber überschritten werden, als Folge wird meist ein Systemfehler angezeigt (im Bereich von hex $7xxx). In diesem Fall muß ein anderer Druckertreiber verwendet werden.
d) geoDir läuft ausschließlich im 40-Zeichenmodus. Experimente mit dem ändern des 80-Zeichenflags (siehe File Master) sollten hier unbedingt unterbleiben, da GeoBasic selbst gar nicht im 80-Zeichenmodus laufen kann!
e) GeoBasic läßt für die Programme nicht gerade viel Speicherplatz übrig. Dieser wird nicht nur vom Programm selbst sondern auch zum speichern der Filenamen und dazugehörigen Parameter benötigt.
Sollte also eine Diskette sehr viele Fileeinträge enthalten, ist die Speicherkapazitt recht schnell erschöpft. Als Folge wird ein "Fehler 17" angezeigt und zum Desktop zurückgekehrt.
Leider kann man nichts anderes dagegen tun als so optimal wie möglich den Speicher im Programm zu nutzen, was hier aber bereits geschehen ist. Vor allem bei recht vollen 3,5" Disketten der 1581 bzw. einer RAM 1581 ist die Gefahr groß. Allerdings geht es hier nicht um die Größe der Dateien sondern lediglich die Zahl der Directory-Einträge.
Wir wir durch Versuche herausgefunden haben, liegt die Grenze zwischen 77 und ca. 110 Dateien auf einer Diskette! Das heißt, 77 Dateien verkraftet geoDir soeben noch, bereits bei 78 kann der Fehler angezeigt werden! Diese Zahl an Files wird nicht auf jeder Diskette erreicht und eigentlich nur auf 3,5" Disketten des öfteren vorkommen.
Unter GEOS 128 (im 40-Zeichenmodus) war bereits bei den o. g. 78 Dateien Ende. Unter GEOS 64 wird jedoch die rechnerisch ermittelbare Grenze von Dateien, die geoDir intern aufnehmen kann, normalerweise auch erreicht. Diese Grenze liegt bei 110 Dateien! Wie im Handbuch zu GeoBasic ausdrücklich erklärt wird, kann ein einwandfreies Funktionieren unter GEOS 128 nicht garantiert werden ...
Leider ist hier keine Abhilfe möglich, es sind halt die Grenzen von GeoBasic.
4.2 Installieren
Zum installieren von geoDir wird ein eigenes Programm mit Namen "InstallgD" mitgeliefert. Starten Sie dieses mit dem üblichen Doppelklick; geoDir selbst muß sich auf der gleichen Diskette befinden. Sie können, müssen jedoch diesen Vorgang nicht unbedingt auf der ausgelieferten Original-Diskette durchführen.
Nach dem Aufrufen des eigenen Installationsprogramms erscheint zuerst ein Hinweis auf den Autor. Mit drücken des Mausknopfes erscheinen nun nacheinander mehrere Dialogboxen, in denen einige Druckerbefehle eingegeben werden.
Es werden hier immer die in der internationalen Norm für Druckerbefehle "ESC/P", auch genannt Epson, festgelegten Befehle vorgegeben! Sollte Ihr Drucker also wirklich kompatibel zur Norm Epson sein, können Sie diese vorgegebenen Befehle einfach mit RETURN übernehmen. Sollte der Ausdruck nicht korrekt erfolgen, starten Sie nochmals das Programm InstallgD, kontrollieren dann die Vorgabewerte im Handbuch des Druckers und ändern sie gegebenenfalls.
(Viele ältere Drucker sowie alle Drucker mit eingebautem Interface sind meist trotz gegenteiliger Behauptung im Handbuch nicht 100% kompatibel zur Norm Epson! Alleine das Interface verhindert ja schon die Kompatibilität, sorgt es doch dafür, da die Druckdaten entsprechend der Form erwartet werden, wie Commdore sie vor vielen Jahren für das Ansteuern von Druckern festgelegt hat - dabei sendet GEOS alle Druckdaten ensprechend der Norm Epson, d. h. ein Interface wirkt hier immer (!) störend!)
Folgende Befehle werden der Reihe nach als Vorgabewerte genannt, jeweils immer in hexadezimaler Schreibweise:
1) Druckerreset $1B, $40 (27,64)
2) Zeilenvorschub 5/72 $1B,$41,$05 (27,65,5)
3) Subsript ein & Zeichenabstand 17 cpi $1B,$53,$01,$0F (27,83,1,15)
4) Sonstige Druckercodes:
$1B,$21,$18 (27,33,24 = Master Print Modus: Fett- und Schattendruck aktiv)
$1B,$52,$02 (27,82,2 = deutscher Zeichensatz ein)
Wie bereits erwähnt können bei Epson-kompatiblen Druckern eigentlich alle vorgegebenen und hier genannten Werte direkt übernommen werden.
Eine kleine Einschränkung kann es allerdings, abhängig vom Drucker, dennoch geben, unabhängig von der Kompatibilitt zur Norm Epson!
Nicht jeder Drucker ist in der Lage, in der verkleinerten Zeichendichte von 17 cpi gleichzeitig die Druckformen Fett- und Schattendruck auszudrucken; diese werden ja über das Setzen der entsprechenden Bits im Master Print Befehl eingeschaltet.
Hier sollte man dann den Wert "$18" in "$10" (= nur Fettdruck) verändern! Lesen Sie im Druckerhandbuch nach, ob Ihr Drucker diese Kombination (17 cpi + Fett + Schatten) zuläßt. Sollte es nicht im Handbuch stehen, übernehmen Sie erst einmal den Vorgabewert und führen einen Testdruck durch. Sollte der Druck nicht mit 17 cpi erfolgen (s. u.), ist also breiter als 1 Zeile, da nicht die vorgesehene Anzahl von Zeichen in 1 Zeile passen, können Sie diesen Wert auch hinterher jederzeit durch nochmaliges Starten von InstallgD ändern.
Beachten Sie, daß bei der Eingabe von Zahlen diese durch ein Komma getrennt werden müssen, vor jeder Zahl muß außerdem das Dollarzeichen ($) stehen.
Sollte Ihr Drucker einen der hier genannten Befehle nicht verstehen und folglich Unsinn bzw. nicht korrekt drucken, suchen Sie im Handbuch die hier genannten Funktionen der einzelnen Befehle und geben jeweils die dafür im Handbuch genannten an entsprechender Stelle ein!
Nach der letzten Dialogbox erscheint eine Mitteilung, daß nun erfolgreich die Datei "geodirass" erzeugt wurde. Mit drücken der Maustaste kann das Install-Programm verlassen werden. Nun kann das Programm geoDir gestartet werden.
Übrigens kann nun jederzeit erneut InstallgD aufgerufen werden, um z. B. einen oder mehrere Druckerbefehle zu ändern. Die geänderten Werte werden jedesmal im File gespeichert und bei den weiteren Ausdrucken von geoDir berücksichtigt.
Wichtig ist, daß die Datei "geodirass" zur Datei "geoDir" gehört! Beide Dateien müssen zusammen auf einer Diskette stehen, wenn eine Kopie erstellt werden soll! Das Assembler-File wird beim Start von geoDir nachgeladen.
4.3 geoDir
Nach dem Erzeugen des Files "geodirass" ist das Directory-Druck-Programm endlich startbereit. Mit dem üblichen Doppelklick wird das Programm gestartet. Sollte hier ein "Error 02: opening file" angezeigt werden, erinnern Sie sich an das oben gesagte; vermutlich haben Sie das Programm von einer 1581 aufgerufen und GeoBasic hat mal wieder diverse Probleme mit der anderen Floppystruktur. Starten Sie in diesem Fall geoDir von einem anderen Laufwerk aus, dann müßte es eigentlich klappen.
Nach dem Starten des Programms erscheint eine Graphik, in der sich der Autor verewigt hat. Darunter wird das aktuelle Laufwerk angezeigt.
Um nun ein Directory einzulesen, muß im Menü "disk" einer der folgenden Punkte angeklickt werden:
"change drive" - liest die Diskette im nächsten Laufwerk ein, oder
"change disk" - liest die (oder eine neue) Diskette im aktuellen Laufwerk ein.
Beim Laufwerkswechsel ist zu beachten, da bei 3 konfigurieren Laufwerken immer auf das nächste umgeschaltet wird: von A -> B -> C -> A -> B usw. Ein direktes Anwählen eines Laufwerkes ist nicht möglich.
Beim einlesen der Diskette wird das Laufwerk, der jeweilige Name der Disk und die gerade ausgeführte Tätigkeit angezeigt. Letzteres deswegen, da trotz Verwendung von Assemblerroutinen (geodirass) die Arbeitsgeschwindigkeit von geoDir erschreckend langsam ist.
Anschließend zeigt das Programm an, wieviele Files gefunden wurden und wieviel Speicher innerhalb des Programms noch frei ist.
Beachten Sie hier bitte den Punkt e) in Kapitel 2.1 zur Problematik der maximalen Anzahl von Einträgen, die geoDir aufgrund der Beschränkungen und Mängel von GeoBasic nicht überschreiten kann. Falls eine Diskette mehr Einträge (>77 bzw- >110) enthält, wird ein Fehler angezeigt und zum Desktop zurückgekehrt.
4.4 Selektieren von Dateien
Bevor wir nun zum ausdrucken des Directorys kommen, ein paar Erklärungen zu der Liste der verschiedenen GEOS-Dateiklassen am rechten Bildschirmrand.
Jeden angezeigten Namen kann man mit der Maus anklicken, er wird dann invers angezeigt. Man kann beliebig viele in beliebiger Reihenfolge und Kombination anklicken.
Was hat aber das auswählen der Dateiklassen zur Folge? Damit kann der Ausdruck beeinflußt werden. Jedoch anderherum als viele vielleicht denken mögen. Durch anklicken einer Dateiklasse werden alle dazugehörenden Files beim Ausdruck N I C H T berücksichtigt, also nicht mit ausgedruckt!
Klickt man z. B. "Printer" an, werden die auf der ausgelesenen Diskette enthaltenen Druckertreiber nicht mit ausgedruckt!
Dieser Weg wurde mit Absicht gewählt. Für manche mag es etwas ungewohnt sein, es hat aber, so meinen wir, durchaus seine Berechtigung. Dieser Weg ist sinnvoller und bringt im Endeffekt mehr.
Will man z. B. nur die Dokumente auf einer Diskette ausgedruckt bekommen, invertiert man alle anderen Dateiklassen außer der Klasse "Appl.-Data" (= Dokument).
Übrigens entspricht die Reihenfolge der hier angezeigten Dateiklassen der GEOS-internen Nummerierung. Im Info-Block (siehe File Master) wird ja nicht der Name der Klasse selbst gespeichert, in einem ganz bestimmten Byte wird entsprechend der Klasse der dazugehörige Zahlenwert geschrieben. GEOS versteht in der Version 2.0 15 verschiedene Klassen, angefangen mit den Nicht_Geos-Dateien (Wert = 0) bis hin zum 128er Eingabetreiber (Wert = 14).
Nochmals zur Verdeutlichung: Will man eine bestimmte Dateiklasse, z. B. die Boot-Files, Eingabetreiber, Druckertreiber, usw., nicht im Ausdruck drin haben, muß diese Dateiklasse in der Übersicht angeklickt werden. Will man anders herum nur eine bestimmte Dateiklasse, z. B. Dokumente oder Applikationen, im Ausdruck haben, müssen alle anderen Dateiklassen außer der oder den gewünschten angeklickt werden!
4.5 Drucken mit geoDir
Das Programm verwendet den normalen Druckertreiber, der im GEOS-Desktop eingestellt wurde und dessen Name unter dem Druckersymbol dort zu lesen ist. Von diesem Treiber wird die ASCII-Druckroutine verwendet, der Ausdruck erfolgt also im Modus Draft; es wird nicht im Graphik-Modus gedruckt.
Der hierfür verwendete Druckertreiber sollte also den ASCII-Druck beherrschen; nicht jeder Treiber kann dies unbedingt. Am besten verwendet man den üblichen NLQ-Treiber, damit drüfte es keine Probleme geben.
Die Umlaute werden in jedem Fall korrekt gedruckt, ein spezieller NLQ-Treiber muss dafür nicht verwendet werden!
Der Directory-Ausdruck hat folgendes Format:
Name der Diskette - Anzahl der Files - Hinweis geoDir v1.0
-----------------------------------------------------------------------------------------
Anzahl Blöcke 1. Filename Dateityp - Dateiklasse - Zusatzinfo
... usw.
Es werden immer 2 komplette Einträge nach dem o. g. Format nebeneinander (!) gedruckt.
Beachten Sie, daß nur die Files ausgedruckt werden, deren Dateiklasse nicht markiert wurde.
Folgende Kürzel werden von geoDir verwendet:
Dateityp: (steht ausgeschrieben im Info-Block jeder Datei!)
Ap = Applikation, z. B. GeoWrite
Au = selbststartend, z. B. KONFIGURIEREN
Pr = Druckertreiber
DA = Desk Accessory (Hilfsmittel)
Da = reine Daten, z. B. geodirass
AD = Dokument (Application data)
Sy = Systemdatei, z. B. DESKTOP
Bo = Boot-File
As = Assemblerprogramm, z. B. RBOOT
FO = FotoAlbum
In = C64 Eingabetreiber
I2 = 128er Eingabetreiber
Ba = Basic-Programm
Zusatzinfo, bestehend aus 3 Buchstaben:
1. Buchstabe: Speicherformat auf Diskette:
U = USR
S = SEQ
P = PRG
R = REL
2. Buchstabe: GEOS-Speicherformat:
V = VLIR
S = Sequentiell
3. Buchstabe: Schreibschutz:
R = read & write (schreiben und lesen), Schreibschutz nicht aktiv
W = Schreibgeschützt (write protect on)
Der Ausdruck kann jederzeit mit betätigen der Space-Taste (Leer-Taste, die große in der unteren Reihe) vorzeitig abgebrochen werden.
Bei Druckende, normal oder vorzeitig, erfolgt kein Formfeed (Blattauswurf bzw. -vorschub zum Anfang der nächsten Seite)! Das heißt, ein weiterer Ausdruck erfolgt dieser direkt unter dem letzten; eventuell sollte man hier das Blatt per Hand ein kleines Stück vorschieben.
Ist der Drucker nicht eingeschaltet bzw. nicht online oder wird der Druckertreiber nicht (auf der Diskette, von der geoDir aus gestartet wurde) gefunden oder es tritt irgendein anderer Fehler auf, wird dieser angezeigt und zum Programm geoDir zurückgekehrt. Die Daten einer bereits eingelesenen Diskette bleiben dabei erhalten und können nach Fehlerbehebung (Drucker einschalten, o. ä.) ausgedruckt werden. Nur beim verlassen des Programms sind die intern gespeicherten Daten natürlich nicht mehr vorhanden.
Nur bei einem schwerwiegenden Fehler, z. B. kein interner Speicherplatz mehr vorhanden (zu viele Files auf Diskette, s. o.), wird zum Desktop zurückgekehrt.
4.6 Das Allerletzte
An dieser Stelle möchte ich nochmals ausdrücklich auf die Unzulänglichkeiten von GeoBasic hinweisen. geoDir wurde ja mit diesem Programmiertool geschrieben und weist folglich auch einige Mängel auf. So gut wie es nur irgendwie möglich war, wurde versucht, diese Mängel zu umgehen oder einzuschränken. Trotzdem ist dies auch mit noch so guten Tricks nicht möglich.
Wir haben dieses Programm aber für so gut angesehen, da wir es dennoch in einem kommerziellen Paket zusammen mit anderen Programmen veröffentlichen. Ein Aspekt hierbei ist sicherlich, mit geoDir nachzuweisen, daß GeoBasic erhebliche Mängel hat - denn es gibt immer noch viele, die anderer Meinung sind und ihre Zeit -leider- damit verschwenden. Ein hartes Wort, das wissen wir, aber vergleichen Sie doch die anderen noch auf dieser Diskette befindlichen Programme mit geoDir. Keines davon -außer geoDir selbst- könnte man mit GeoBasic schreiben! Sollten Sie eigene GEOS-Programme schreiben wollen, können wir Ihnen nur eindringlich Assembler nahelegen.
Wer weiß, vielleich schreibt ja ein genervter Anwender von geoDir, der diese Zeilen liest, ein vergleichbares Programm in Assembler, angeregt von diesem Text - und wir bringen es dann auf einer späteren Diskette heraus ...
5. Wechsel (Autor: Ulrich Schultze)
Wechsel ist ein Hilfsprogramm und ermöglicht das Laden einer anderen Applikation, ohne den Umweg über den DESKTOP nehmen zu müssen.
Wechsel wird in 2 Versionen ausgeliefert: einmal nur für GEOS 64 sowie für GEOS 128 im 40- und 80-Zeichenmodus! Verwenden Sie bitte nur die Version entsprechend der von Ihnen verwendeten GEOS-Version.
5.1 Hintergründe
Der übliche Weg, ein anderen Programm unter GEOS zu laden, ist ja zuerst das verlassen des gerade geladenen, damit automatisch das Nachladen der Datei DESKTOP, und dann das Starten des nächsten Programms.
Nun sollte man meinen, daß man im Grunde doch den Umweg ber den DESKTOP sparen könnte. Im Prinzip stimmt das auch. Es gibt aber 2 Faktoren, die man unbedingt berücksichtigen sollte:
a) Beim verlassen eines GEOS-Programms werden automatisch von diesem mehrere Dinge erledigt, die teilweise für das System von Bedeutung sind! Neben dem automatischen abspeichern des gerade bearbeiteten Dokuments werden auch oft, und das ist wichtig, jeweils individuelle und mehr oder weniger wichtige Parameter vom Programm und dem System GEOS korrigiert bzw. neu gesetzt.
Kann man das erstgenannte meist durch die Funktion "aktualisieren" (update) ausgleichen, ist das zweite kaum vom Anwender zu erledigen. Interne Programmwerte retten, das Programm korrekt abschlieen, und einiges mehr in dieser Richtung, das alles ist von Programm zu Programm unterschiedlich und kaum in ein spezielles Wechsel-Programm zu integrieren.
b) Einige Programme erwarten eine bestimmte "Umgebung" im Speicher, wenn sie gestartet werden, sehr vereinfacht ausgedrückt. Diese Umgebung wird alleine vom DESKOP geliefert, bzw. durch dessen Nachladen.
Trotz all dieser tiefgreifenden Hinweise - Wechsel läuft mit den allermeisten Programmen einwandfrei!! Wir haben es mit sehr vielen getestet und nur sehr wenige, genauer gesagt nur eine Ausnahme finden können.
Die einzige uns bislang bekannte ist das Programm "Silben", die ebenfalls von GEOS Professionell angebotene Silbentrennung. Wird diese über Wechsel aufgerufen, hängt sich aus uns bislang unbekannten Gründen das System auf und nur ein RESET hilft weiter.
Alle Programme von Berkeley Softworks können in jeder Situation über Wechsel aufgerufen werden!
Probleme könnten -wenn überhaupt, aufgrund unserer Testergebnisse- nur mit den zahlreich vorhandenen Programmen anderer Autoren entstehen. Sollten Sie ein Programm finden, daß nicht mit Wechsel zusammenarbeitet, bitten wir um eine kurze Mitteilung mit genauer Angabe dieses Programms und einer Schilderung des auftretenden Problems bzw. Fehlers, soweit möglich auch um Zusendung dieses Programms. So können wir die Sache an den Autor weiterleiten, untersuchen und eventuell eine Lösung erarbeiten.
Der o. g. Hinweise erfolgen lediglich vorsichtshalber, für Programme, die nach dem Erscheinen von Wechsel herauskommen.
5.2 Der Umgang mit Wechsel
Als Hilfsprogramm ist Wechsel in jeder dem BSW-Standard entsprechenden Applikation ladbar; dem Standard entsprechen die Applikationen, wenn sie über die übliche Kopfmenüleiste verfgen, in der oben links als erstes das Menü "geos" enthalten ist.
Beachten Sie, daß das System im Menü "geos" nicht mehr als 8 Hilfsmittel anzeigen kann. Sollten Sie mehr als 8 auf einer Diskette haben, werden die zusätzlichen nicht angezeigt; in diesem Fall müßten Sie eventuell Dateien (andere Hilfsmittel) vertauschen oder löschen, so daß Wechsel als eines der ersten 8 Dateien der Dateiklasse "Hilfsmittel" auf der Diskette enthalten ist.
Ein Hilfsmittel ist auch vom Desktop aus über dieses Menü aufrufbar. Im Fall von Wechsel wäre hier aber der Sinn und Zweck dieses Programms verfehlt; hier emphiehlt sich das direkte Starten des gewünschten Programms mit dem üblichen Doppelklick.
5.2.1 Vor dem Starten
Bevor nun Wechsel aus einem Programm heraus aufgerufen wird, sollte man unbedingt erst das gerade in Arbeit befindliche Dokument aktualisieren!
Nur durch anklicken von "aktualisieren" bzw. "update" werden die Änderungen seit dem letzten Speichern oder öffen des Dokuments auf Diskette gesichert.
Ohne dies wären die Änderungen nach verlassen des Programms unwiderruflich verloren!!
Eine Ausnahme ist GeoFile, das ja bekanntlich diese Funktion nicht besitzt. Hier hilft nur der Umweg über das Schließen des Dokuments mit erneutem öffnen dieses, um Wechsel aufrufen zu können.
Wie sich bei den Tests gezeigt hat, sieht es so aus, das GeoFile eine "kleine" Aktualisierung des Dokuments vornimmt, sobald ein Hilfsmittel gestartet wird. Klein bedeutet hier, da nur bestimmte Teile aber nicht alles gesichert wird. Dies nur als kleiner Hinweis für den Fall, da man einmal den zugegeben etwas umständlichen Weg über "close" und erneutem öffnen eines GeoFike-Dokuments vergessen hat.
5.2.2. Wechsel - und was nun ?
Nachdem Wechsel aufgerufen wurde, erscheint eine Auswahlbox. Unten drunter wird nochmals nachgefragt, ob das letzte Dokument auch aktualisiert wurde. Falls es vergessen wurde, kann man noch mit "Abbruch" zu diesem zurückkehren und es nachholen, ohne das Daten verloren gehen.
In der Auswahlbox werden die auf der Diskette befindlichen Applikationen angezeigt; sollten sich mehr als 15 auf dieser Diskette befinden, erscheinen nur die ersten 15 Applikationen.
Mit den Rollpfeilen (sind nur da, wenn mehr als 5 Files angezeigt werden!) kann man blättern. Durch anklicken eines Filenamen wird dieses invers dargestellt. Mit Anklicken von OK wird das markierte Programm geladen und gestartet.
Befindet man sich in der RAM-Disk, erscheint als 2. Icon von oben die Anzeige "DESKTOP", befindet man sich auf einem echten Floppy-Laufwerk, steht dort "DISK".
Mit anklicken von DESKTOP kehrt man, kein Zweifel, zum Desktop zurück. Mit anklicken von DISK wird das gleiche Laufwerk nochmals eingelesen; nützlich für den Fall, daß die gewünschte Applikation nicht auf dieser Diskette enthalten ist.
Mit LAUFWERK kann man auf das andere Laufwerk (A oder B) umschalten und dessen Directory einlesen.
Mit "Abbruch" kehrt man zum aufrufenden Programm zurück, ohne das dort ein Datenverlust eingetreten ist.
5.3 Fehler
Ein kleines Manko gibt es noch, bislang nicht erwähnt. Zwar läuft Wechsel_128 sowohl im 40- als auch im 80-Zeichenmdous, zwar wird auch die Frage angezeigt, ob mit dem Start eines Programms des anderen Modus in diesen umgeschaltet werden soll, dennoch ist ein umschalten über Wechsel in den anderen Bildschirmmodus derzeit nicht möglich!
Mit anderen Worten: Befinden Sie sich z. B. in Geowrite 128, also zwangsläufig im 80-Zeichenmodus, und wollen via Wechsel in ein Programm wechseln, das nur im 40-Zeichenmodus abläuft, ist dies leider nicht möglich, auch wenn die bekannte Frage , ob umgeschaltet werden soll, angezeigt wird. Umgekehrt gilt das gleiche.
Die Hintergründe sind dem Autor noch nicht bekannt. Da aber ansonsten das Programm einwandfrei läuft und GEOS 128-Anwender sowieso nur äußerst ungerne in den 40-Zeichenmodus umschalten (oder?!), halten wir dies nicht für so gravierend und bringen da Programm dennoch heraus.
6. Maustreiber 128 (Autor: Stefan Milcke)
Als kleine Beigabe finden Sie auf dieser Diskette noch neue, spezielle Maustreiber für GEOS 128!
Die gleichen Treiber in der Version für GEOS 64 finden Sie übrigens auf unserer Diskette "Make RAM-Top", die bereits vor über 1/2 Jahr erschienen ist.
Beide Maustreiber sind ein hervorragender Ersatz für die BSW-Standardtreiber "128COMM1253" und "128COMM1351(s)"!
Kopieren Sie die gewünschte, bevorzugte Version dieses neuen Eingabetreibers auf Ihre Boot-Diskette(n) an die Stelle des bisher verwendeten Maustreibers, damit wird dieser neue bei jedem zukünftigen booten von GEOS als Voreinstellung geladen. Beachten Sie hierzu bitte das Kapitel über die Voreinstellung von Eingabe- und Druckertreiber auf den Boot-Disketten im Handbuch von GEOS 2.0!
Beachten Sie bitte, daß Dateien auf einer Boot-Disk nicht direkt löschbar sind; nur über den Umweg Rand! Der alte, bisher verwendete Maustreiber sollte und mu aber auch nicht gelöscht werden! Kopieren Sie den neuen Maustreiber einfach an die Position im Directory, wo sich der jetzt verwendete Treiber befindet.
Falls Sie nicht wissen, wie das geht, lassen Sie dies das System GEOS automatisch durchführen (und lesen am besten das Handbuch GEOS 2.0 nochmals gründlich durch, denn es steht alles hierzu drin)! Kopieren Sie den neuen Maustreiber auf die Diskette, anschließend wechseln Sie auf die Boot-Diskette, öffnen sie und aktivieren mit dem gleichzeitigen Drücken der Tasten "C= + I" (Commodore + I wie "Input") das Einstellungsmenü für den Eingabetreiber. Wählen Sie nun den neuen Maustreiber aus und klicken OK an. Damit wird der neue geladen und automatisch als erste Datei in der Reihenfolge der Dateiklasse "Eingabetreiber 128" auf der Diskette positioniert. Konkret bedeutet dies hier, der bisherige Eingabetreiber und der nun neu ausgewählte vertauschen die Position.
Beide neue Maustreiber fragen auch die rechte Maustaste ab! In beiden Versionen sind die Tasten wie folgt belegt:
V1 :
linke Taste = nur 1maliger Klick
rechte Taste = 1mal klicken ==> schneller Doppelklick !
V2 :
linke Taste = normal belegt (wie beim Standardtreiber)
rechte Taste = 1mal klicken ==> langsamer Pausenklick !
Erklärung:
Der Treiber V2 arbeitet wie der bisherige Standardtreiber auch. Das heißt, mit der linken Tasten kann wie bisher gearbeitet werden.
Hinzugekommen ist die rechte Taste. Dort wird ein 1maliges klicken, also drücken der Taste, als ein sog. Pausenklick interpretiert. Mit dem Pausenklick wird das sog. Schattenpiktogramm erzeugt. Nochmals, die Taste braucht nur 1mal gedrückt zu werden, um den langsamen Doppelklick zu simulieren!
Der Treiber V1 dürfte sehr viel interessanter sein. Wer einen "schnellen Finger" hat und des öfteren versehentlich Programme mit Doppelklick startet, obwohl nur ein langsamer Pausenklick gewünscht war, wird wohl den Treiber V1 nicht mehr missen wollen!
Mit V1 kann man die linke Maustaste so oft und so schnell drücken wie es nur geht, es wird jedesmal und immer nur ein 1maliges Klicken erfolgen!
Mit anderen Worten: ein schneller Doppelklick ist mit der linken Taste nicht mehr möglich, d. h., es kann kein Programm mehr unbeabsichtigt gestartet werden! Allerhöchstens der Pausenklick kann damit erzeugt werden.
Um ein Programm zu starten, braucht mit V1 lediglich die rechte Maustaste 1mal (!) gedrückt zu werden. Damit wird der schnelle Doppelklick simuliert und das Programm sofort gestartet.
Der Treiber V2 ist nur eine kleine Erweiterung zum normal gewohnten Maustreiber. Der Treiber V1 ist hingegen etwas ganz anderes. Mit ein bißchen Übung wird der V1 sehr schnell zu Gewohnheit und unabkömmlich - einmal daran gewöhnt, will und kann man ihn nicht mehr missen. Wie uns viele Anwender der analogen Treiber für GEOS 64 berichtet haben, kommt der V1 sehr gut an und wird allermeistens benutzt.
The World of Books Ltd. wünscht Ihnen viel Spaß mit den neuen Programmen und Tools auf dieser Diskette.
Bitte geben Sie die enthaltenen Dateien nicht weiter - die Programmierer haben einen Lohn für ihre harte Arbeit verdient. Und nur durch eine gerechte Honorierung ist ein Autor gewillt, weiterhin Programme zu schreiben - was ist Ihnen lieber, eine einmal umsonst erhaltene kommerzielle Diskette (illegal kopiert, 'Raubkopie') mit ein paar Programmen oder hätten Sie nicht lieber auch in Zukunft immer mehr und weitere gute GEOS-Programme ?
Wir halten unsere Preise für sehr fair und sind der Meinung, eine mehr als ausreichende Gegenleistung dafür zu bieten.
Sollten Sie anderer Meinung sein, teilen Sie es uns bitte mit. Für Anregungen, Wünsche, Programmideen und Fehlerhinweise sind wir jederzeit dankbar. Wenden Sie sich bitte an Herrn Haberland, wie auf Seite 1 bereits gesagt.
The World of Books Ltd., Worms
Unsere bisherigen Produkte für GEOS in der Übersicht :
Reihe GEOS Professionell :
Silbentrennung ( Disk #1)
Ein sehr komfortables Programm zu bearbeiten von GeoWrite-Textdokumenten. Läuft unter GEOS 64 und 128 (40- und 80-Zeichenmodus).
Jedes Textdokument wird unabhängig von der darin enthaltenen Textformatierung (beide Ränder, links- / rechtsbündig, zentriert oder Blocksatz) sowie unabhängig von den verwendeten Zeichensätzen nach Möglichkeiten zum Trennen von Wörten durchsucht.
Abhängig von einstellbaren, individuellen Parametern in der Silbentrennung und abhängig von den jeweiligen Werten im Textdokument (s. o., Textformatierung), werden die Wörter korrekt zum Trennen vorgeschlagen. In einer komfortablen Dialogbox kann die Trennung sehr leicht durch anklicken an der richtigen Stelle im Wort oder auch manuell durch Handeingabe (ermöglicht auch eventuelle Fehlerkorrektur von Tippfehlern) durchgeführt werden. Durch anklicken von Icons kann das Wort ohne oder mit Trennung in den Text übernommen werden.
Wahlweise kann das Textdokument beim bearbeiten angezeigt werden oder nicht; dazu wahlweise unter Berücksichtigung der verwendeten Zeichensätze oder/und der verwendeten Stilarten; wobei es ohne natürlich schneller geht.
Alle Menüfunktionen sind über Tastenkürzel aufrufbar.
Insgesamt ist die Silbentrennung ein sehr nützliches Dokument, vor allem die Anwender von GeoPublish werden eine optimale Textgestaltung durch ausnutzen der Trennmöglichkeiten zu schätzen wissen.
Make Ram-Top (Disk #2)
Dieses Programm ist nur für Anwender von GEOS 64 V2.0 zusammen mit einer RAM-Erweiterung verwendbar !!
Make RAM-Top "patcht", d. h. verändert den Desktop GEOS 64 V2.0 so, daß dieser im nicht angezeigten Speicherbereich einer RAM gespeichert und immer von dort aus nachgeladen wird!
Das bedeutet, daß File DESKTOP braucht nur noch auf der Boot-Diskette enthalten zu sein! Auf allen anderen Disketten ist das File nicht mehr erforderlich, da der Desktop nun ja immer bei Bedarf aus der RAM nachgeladen wird!
Vorteile: Das Nachladen aus der RAM geht wesentlich schneller. Weiterhin werden 32 kB auf den Disketten eingespart, die nun für andere Dateien verwendet werden können.
Auf dieser Disk #2 befinden sich weiterhin 2 neue Maustreiber in der Version für GEOS 64; sie funktionieren analog wie die auf Disk #4 enthaltenen für GEOS 128.
Data_Protect (Disk #3)
Data_Protect dient dem Schutz von Dokumenten. Viele Anwender arbeiten mehr oder weniger professionell mit GEOS, oft haben hier auch andere Leute Zugriffsmöglichkeiten auf den Rechner. Wichtige, nicht für jedermann gedachte Dokumente sind nun mit diesem Programm für andere nicht mehr lesbar!
Data_Protect verschlüsselt die Dokumente von :
- GeoWrite
- GeoFile
- GeoCalc
Wird Data_Protect gestartet, muß ein individuelles Paßwort eingegeben werden; ohne ist es nicht startbar. Erst dann können aus Data_Protect heraus die Dokumente verschlüsselt werden; bevor sie wieder entschlüsselt werden können, um sie wieder bearbeiten zu können, ist nochmals die Eingabe des Paßwortes erforderlich. Wird das geschützte Dokument durch Doppelklick gestartet, wird automatisch Data_Protect aufgerufen, sofern es auf der Diskette ist!
Es können bis zu 3 Mitbenutzer zugelassen werden, jeder muß dann ein eigenes Paßwort zusätzlich zum Haupt-Paßwort erhalten.
Data_Protect arbeitet sehr sicher, zuverlässig und sehr schnell. Ein sehr hilfreiches Programm für jeden, der bestimmte Dokumente nicht für jedermann zugänglich haben möchte!
RAM-Printer (Disk #5)
RAM-Printer arbeitet nur in Verbindung mit einer RAM-Erweiterung!
Mit diesem Programm kann im "Hintergrund" gedruckt werden! Das bedeutet, kurz nach dem Erteilen eines Druckauftrages (drucken: OK) meldet sich das System GEOS wieder.
Während dann im Hintergrund gedruckt wird, kann normal in GEOS weitergearbeitet werden!! Ohne Einschränkungen !!
Die Größe der RAM-Erweiterung ist egal, es klappt mit jeder RAM von 256 kB aufwärts!
RAM-Printer ist derzeit noch in Vorbereitung und wird voraussichtlich ab Mai 1991 lieferbar sein!
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Die Preise :
Silbentrennung DM 16,80
Make RAM-Top DM 14,80
DATA_Protect DM 14,80
RAM-Printer DM 14,80
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In Vorbereitung ist eine weitere Produktreihe unter dem Titel "GEOS Office".
Was dies ist, wann es erscheinen wird - nun, warten Sie unsere Reklame ab. Sobald die Projekte kurz vor der endgültigen Fertigstellung stehen, werden wir Sie informieren.
Lassen Sie sich überraschen, was unter GEOS noch alles möglich sein wird ...